7. Jahrgang, Ausgabe 10/2000 | |
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Erster Einsatz vor den Sommerferien, jetzt ist der Kletterberg grün. |
Die Müggelheimer Grundschule ist bereits die siebente Schule in Köpenick, an der das Motto „Vom Schulhof zum Spielhof” umgesetzt wird. „Viele Schulhöfe sind regelrecht verfallen oder vollständig versiegelt. Aber mit Sicherheit keine Ruhe-Oase oder Tobe-Idylle für die Schulkinder”, bemängelt Bernhard Fliß von der Senats-Arbeitsgruppe Grün macht Schule. Trotz der meist erkannten Probleme und vieler guter Ideen bleibt eine Schulhof-Umgestaltung eine langwierige Sache. Generell ist bei allen Projekten Eigeninitiative das A und O. „Es sind fast immer die Eltern, die den ersten Schritt machen. Sie kommen zu uns, weil sie mit der Spielsituation für ihre Kinder nicht zufrieden sind”, so Fliß. Aber auch Einfallsreichtum zur Kostenreduzierung ist gefragt. So stammen die Granitblöcke für den Kletterberg vom Potsdamer Platz - ehemalige Bordsteinkanten. Auch der feine Buddelsand kommt kostenlos aus einer Baugrube, wurde aber auf Reinheit untersucht. Geld gab es aus dem Senatstopf für den Architekten und für den Radlader mit zwei Arbeitskräften. Irgendwann einmal sollen die Müggelheimer Kinder auf zwei Bergen klettern können, ein Weiden-Labyrinth haben, über Hängebrücken wackeln und sich in verschiedenen Hütten verstecken können. Ein Amphitheater wird für Aufführungen, aber auch mal für den Freiluft-Unterricht entstehen. Doch ständig werden die Pläne den jeweiligen Bedürfnissen der Kinder und Entwicklungen der Schule angepasst. Die Pläne können also immer wieder geändert werden. Wann das neue Paradies fertig ist, ist noch offen. Das hängt immer davon ab, wann das nächste Mal Geld fließt. Feststeht, das es Jahre in Anspruch nehmen wird.
Um die Sache etwas voranzutreiben, findet am 7. Oktober ein großer Arbeitseinsatz für Eltern, Großeltern und sonstige Interessierte statt (10-13 Uhr). Vormittags wird gearbeitet und nachmittags mit einem großen Schul-Familienfest gefeiert. Da gibt es sportliche Vorführungen der Vereine, ein ungewöhnliches Fußballspiel, eine Sinnesstrecke, ein Café und abends Wildschweine vom Spieß. Wer spontan Lust hat, kann ja, mit Arbeitshandschuhen bewaffnet, in der Schule an der Odernheimer Straße vorbeischauen - oder ab 14 Uhr zum Mitfeiern. sip